Andreas Lüdemann

Leitung Zentrale Technik

  • bei svt seit 05.02.2007

 

„Es freut mich, die neuen teilweise auch sehr jungen Kollegen persönlich kennenzulernen und ihnen vielleicht vorhandene Scheu abzunehmen, bei technischen Problemen in der ZT anzurufen. Durch diesen persönlichen Kontakt, natürlich auch durch die damit verknüpfte Abendveranstaltung, lernen uns die neuen Kollegen von ihrer Seite besser einzuschätzen.“

Vielen Dank, dass Sie heute für unser Mitarbeiterinterview ein wenig Zeit eingeplant haben. Wir wissen das sehr zu schätzen. Als Erstes möchten wir Sie bitten, uns kurz Ihre berufliche Entwicklung innerhalb der Firma zu schildern.

„Im Februar 2007 habe ich meine Tätigkeit bei der svt Brandschutz GmbH, Niederlassung Hamburg, als Projektleiter aufgenommen. Die Stellenbesetzung wurde dort erforderlich, da die Niederlassung den Zuschlag für einen großen Auftrag einer brandschutztechnischen Ertüchtigung eines Einkaufszentrums im Norden Hamburgs erhalten hatte, der mit der damaligen Personalstärke nicht zu bewältigen war. Gut zwei Jahre war ich in diesem Objekt eingebunden und habe bis Ende 2009 neben kleineren Projekten drei große Aufträge für weitere Einkaufszentren und eine Bank im Herzen Hamburgs abgewickelt.

Im Januar 2010 habe ich die Chance bekommen, als Projektleiter in die Zentrale Technik (ZT) zu wechseln. Vorgespräche und Verhandlungen fanden natürlich schon eher statt. Der Wechsel in die ZT war für mich mittelfristig auch das Ziel, da mich die brandschutztechnischen Grundsatzthemen, technische Beratung und die Entwicklung von Produkten sowie Systemen eher reizt und langfristig motiviert.

In der ZT hat mich im ersten Jahr Christian Haffner begleitet bzw. eingearbeitet. Ich habe natürlich von seinem großen Erfahrungsschatz profitiert und konnte so relativ zügig Planer sowie unsere Kollegen aus der Dienstleistung selbstständig beraten. Darüber hinaus habe ich mich mit ersten Entwicklungsprojekten für neue Systeme bzw. Lösungen im Abschottungsbereich befasst.

Im Bereich der Entwicklungen habe ich zwischen 2010 und Juli 2012 jedoch hauptsächlich Herrn Reher, als damaligen Leiter der Zentralen Technik, im Bereich der OEM-Entwicklungen für Luftfahrt, Schienenverkehr und Schifffahrt unterstützt und Projekte abgewickelt.

Die Anfragen und der Bearbeitungsaufwand im OEM-Bereich haben dann im Laufe der letzten Jahre stark zugenommen. Um unsere Kunden zufriedenstellend bedienen zu können, wurde die Entscheidung getroffen, dass Herr Reher die Organisation der Projekte rund um unsere eigenen Brandschutzsysteme und die technische Beratung auf mich übertragen würde. So wurde ich unter seiner Führung am 01.07.2012 zum der Leiter der Systementwicklung und Anwendungstechnik befördert.

Seitdem bin ich für die Organisation der Abläufe für die Entwicklungen eigener Brandschutzsysteme verantwortlich. Dazu gehört auch der Bereich unserer eigenen Brandversuchseinrichtung. Darüber hinaus wurde die technische Beratung der svt Brandschutz GmbH sowie unserer Partner aus dem Ausland immer wichtiger. Seit Mitte 2013 unterstützen wir zudem die Außendienstmitarbeiter der b.i.o. BRANDSCHUTZ GmbH bei technischen Problemlösungen. Der komplette Support, einschließlich der Nachunternehmer- und Mitarbeiterschulungen, wurde stetig ausgebaut.

Im ersten Quartal 2014 wurde mir die Weiterentwicklung in die Leitungsfunktion angeboten. Und seit dem 01.07.14 bin ich nun der Leiter der Zentralen Technik.

 

Seit dem 01.07.2014 haben Sie also die Leitung der Zentralen Technik übernommen. Welche Herausforderungen bringt Ihre neue Funktion mit sich?

„Zunächst einmal kam diese Beförderung etwas überraschend für mich. Es wurde zwar schon immer mal wieder angedeutet, dass ich die Nachfolge von Herrn Reher antreten sollte, aber ich bin eher von 2016/2017 ausgegangen. Da ich relativ wenig Führungserfahrung habe, war das natürlich schon die erste Herausforderung, der ich mich aber gern stelle.

Als Zweites wäre zu nennen, dass ich einen Großteil meiner Mitarbeiter als Kollegen kennen und schätzen gelernt habe. Es ist natürlich schon etwas gewöhnungsbedürftig und bedarf Fingerspitzengefühl bei der Zusammenarbeit, da ich meine „alten“ Kollegen nun führe und Arbeiten verstärkt delegieren muss. Dass ich nicht immer das nötige Fingerspitzengefühl habe, mögen mir meine Mitarbeiter verzeihen. Sie wissen das, denke ich, aber einzuschätzen.

Das Delegieren ist ebenfalls ein Thema. Ich habe für gewöhnlich Arbeiten von Beginn bis zum Ende eigenhändig durchgeführt, das heißt bei der Entwicklung neben der Planung auch den Prüfkörperauf- und -abbau. Da meine Hauptaufgabe nun aber die Organisation der Zentralen Technik ist, muss ich entsprechende Arbeiten abgeben und meinen Mitarbeitern vertrauen. Das fiel mir zunächst nicht so leicht, obwohl ich weiß, dass in meinem Team nur kompetente Kollegen am Werk sind.

Auch auf den Wechsel meines Vorgesetzten von Herrn Reher zu Herrn Gerdau musste ich mich erst einstellen. Herr Gerdau ist Geschäftsführer mit „Zahlenaffinität“ und ich Ingenieur „technischer Systeme“, da kann es schon einmal kontrovers zu diskutierende Themen geben.

Ich war sehr neugierig auf die Zusammenarbeit. Wir profitieren voneinander, stehen seit Beginn der engeren Zusammenarbeit in regem Kontakt und bringen so die Zentrale Technik voran.“

 

Bei Mitarbeiterschulungen im Bereich der Zentralen Technik vermitteln Sie mit viel Engagement unseren Kollegen und Kolleginnen Informationen über Brandschutzprodukte und -systeme. Was bringt Ihnen hierbei besonders viel Spaß?

„Zum einen freut es mich, die neuen teilweise auch sehr jungen Kollegen persönlich kennenzulernen und ihnen vielleicht vorhandene Scheu abzunehmen, bei technischen Problemen in der ZT anzurufen. Durch diesen persönlichen Kontakt, natürlich auch durch die damit verknüpfte Abendveranstaltung, lernen uns die neuen Kollegen von ihrer Seite besser einzuschätzen und sehen uns vielleicht nicht mehr nur als „anonyme Telefon-Hotline“, die sich genötigt fühlen könnte, bei Baustellenproblemen helfen zu müssen.

Zum anderen macht es mir Spaß Wissen weiterzugeben und sich mit den neuen Kollegen auszutauschen. Hier stehen unsere Praxisworkshops mit „Schottbau“ und „Baustellenproblemen aus der Praxis“ ganz weit vorn. Für mich persönlich ist es zudem wichtig von den alltäglichen „Sorgen und Nöten“ auf Baustellen der Projektleiter und Vertriebskollegen zu hören, da ich als Leiter der ZT mittlerweile (leider) etwas von der Baustellenpraxis weg bin. So habe ich weiterhin die Möglichkeit, am Ball zu bleiben, was für aktuelle und künftige Systementwicklungen notwendig ist.“

 

Auch neben dem Job werden Sie stark gefordert und von Ihrem kleinen Sohn auf Trab gehalten. Würden Sie sagen, dass man Familie und Beruf bei svt problemlos unter einen Hut bekommen kann?

„Ja und nein… Bei svt gibt es grundsätzlich ein festes Arbeitszeitmodell mit Arbeitsbeginn um 7.30 Uhr. Da meine Frau seit etwa eineinhalb Jahren wieder zu 75 % in ihrem Job eingestiegen ist, bleibt es nicht aus, dass ich meinen elterlichen „Pflichten“ nachkommen muss. Das heißt ein bis zwei Mal in der Woche bringe ich unseren Sohn zur Tagesmutter und bin dann dementsprechend später in der Firma. Hinzu kommen Verspätungen, zum Glück bisher relativ selten, auf Grund von Krankheitsfällen oder morgendliche Querelen. Die fehlenden Stunden arbeite ich dann möglichst an den betroffenen Tagen nach.

Das unter einen Hut zu bekommen ist nicht immer einfach aber man kommt mir hier seitens svt kulanter Weise entgegen, sodass es mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf klappt.“

 

Herzlichen Dank, dass Sie uns einen kleinen Einblick in Ihr Berufs- und Privatleben gestattet haben. Wir wünschen Ihnen weiterhin bei svt alles Gute und freuen uns über Ihr großes Engagement im Unternehmen.

Arbeiten beim Marktführer

Die svt Unternehmensgruppe gehört zu den führenden Herstellern von Brandschutzprodukten und – systemen in Europa und ist Anbieter umfassender Dienstleistungen im passiven baulichen Brandschutz und der Schadensanierung. Zum Markenportfolio gehören PYRO-SAFE®, FLAMMADUR®, GEAQUELLO®, ROKU® und Kerafix®, die national und international in über 60 Ländern vertrieben werden. Die Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als 650 Mitarbeiter in über 30 Niederlassungen und verfügt über vier Produktionsstandorte mit eigenen Brandversuchsanlagen.

Gegründet 1969
International Tätig
Registrierte Trademarks:

  • PYRO-SAFE®
  • FLAMMADUR®
  • GEAQUELLO®
  • ROKU®
  • KERAFIX®
Mehr als 700 Arbeitnehmer
Einnahmen:

  • 170 Millionen Euro
Tätigkeitsfelder:

  • Passiver baulicher Brandschutz
  • Industrieanwendungen
  • Schadensanierung
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